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Die Allianz der Großmächte

Description:  Allianz konkurrierender Großmächte. Kurzer Einblick in die politische und militärische Lage vor dem Ersten Pariser Frieden...
Author:Malte Mansholt
deutsch
  
ISBN: 3100336305   ISBN: 3100336305   ISBN: 3100336305   ISBN: 3100336305 
 
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1. DIE ALLIANZ DER GROßMÄCHTE

1.1 Kurzer Einblick in die politische und militärische Lage vor dem Ersten Pariser Frieden

Krieg oder Frieden, beides konnte Napoleon haben. Obwohl die feindlichen Armeen bereits den Rhein erreicht hatten und auch schon im Süden Frankreichs standen, waren seine Gegner, maßgeblich beeinflusst vom österreichischen Außenminister Klemens Wenzel Fürst von Metternich, während der Verhandlungen von Chatillon noch bereit Frieden mit Napoleon zu schließen.
Dem Heer von 120.000 Mann, das Napoleon zwischen November 1813 und Januar 1814 aufstellte und teilweise aus Kindern und alten Männern bestand, standen rund das dreifache an alliierten Soldaten gegenüber.[1] Napoleons Gegner waren trotz anfänglicher Unstimmigkeiten noch gewillt, ein bonarpartistisches Frankreich in seinen alten Grenzen zu akzeptieren, da sie der Meinung waren, dies sei noch mit dem Gleichgewicht in Europa zu vereinbaren.[2] Um zu einem schnelleren Friedensschluss zu kommen, ließ Großbritannien durch seinen Außenminister, Lord Viscount Castlereagh, verkünden, es sei bereit Kolonialgebiete an Frankreich zurückzugeben.
Doch auch noch nach seinem Rückzug bis kurz vor Paris missverstand Napoleon die Situation und stellte übertriebene Forderungen an seine Gegner, bis diese schließlich nicht mehr gewillt waren, Frieden mit ihm zu schließen. Unter seinen Feinden erhärtete sich der Eindruck, dass von einem Frieden mit ihm eine größere Gefahr des Wiederaufflammens eines Krieges zu späterer Zeit ausginge, als von seiner Liquidation vom Thron. Auch Metternich vertrat nicht mehr den Standpunkt, eine Absetzung Napoleons sei gefährlicher für das Gleichgewicht in Europa als dessen verbleiben auf dem Thron Frankreichs.[3]

1.2 Das Bündnis von Chaumont

Am 1. März 1814 kamen die Außenminister der gemeinsam gegen Frankreich kämpfenden, auf Grund ihrer militärischen, wirtschaftlichen und anderen Ressourcen als Großmächte bezeichneten Länder zusammen, um ein offizielles Bündnis zur Fortführung des Krieges gegen Napoleon zu schließen.[4] Dieser Quadrupelallianz schlossen sich England, Preußen, Österreich und Russland an. Im Vertrag von Chaumont, der zwanzig Jahre lang gültig sein sollte, garantierten die Signatarmächte ihre gegenseitige militärische Hilfeleistung für die Dauer des Konfliktes sowie die Aufstellung von je 150.000 Soldaten. Großbritannien verpflichtete sich, Subsidien in Höhe von maximal fünf Millionen Pfund Sterling zu zahlen. Außerdem garantierten die Mächte in diesem Bündnisvertrag, keinen Separatfrieden mit Napoleon einzugehen, was die Einheit und Entschlossenheit der Unterzeichner dokumentiert. Das geschlagene Frankreich sollte nach dem Willen der Allianz in den Vorkriegsgrenzen von 1792 weiter existieren dürfen. Die Ausführungen in Artikel 16 des Vertragswerks, worin sich die Alliierten verpflichteten jeden Angriff auf das Friedensprogramm und die Neuordnung nach der französischen Niederlage abzuwehren, gab dem Bündnis bis zur Niederlage Frankreichs einen offensiven, danach einen defensiven Charakter. Für eventuelle Konflikte mit Frankreich in der Zukunft sollte jedes Mitglied des Bündnisses ein Heer von 60.000 Mann unterhalten.[5] Diese Tatsache und jene, dass der Vertrag eine 20-jährige Gültigkeit hatte, macht das Mißtrauen der Allianz gegenüber Frankreich deutlich, da es somit noch für zwei Jahrzehnte als potentieller Feind gehandelt wurde. Andererseits kann der Vertrag der Großmächte auch als ein Instrument (zur Absichtserklärung) der Friedenssicherung für die nächsten Jahre gedeutet werden; schließlich führen Verbündete keine Kriege gegeneinander.
  
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